Guten Morgen 12.02.2010 – Mitgefühl statt Ärger
Guten Morgen Freitag!
Wieder ist eine Woche um und ich freue mich schon auf Montag, den 15ten. Februar. Einerseits natürlich weil ich Geburtstag hab, andererseits weil ich an diesem Tag ja das Buch von Pierre Franckh verlose unter all jenen, die sich zum Newsletter angemeldet haben. Aber das soll jetzt nicht Thema des Beitrages für heute sein. Sondern das Motto des Tages lautet:
Gratis Mitgefühl für Alle!
…und eigentlich auch „Verständnis für Alle“. Wie ich darauf komme…
Du kennst das vielleicht: Du bist eigentlich recht gut gelaunt, der Tag hat fein begonnen und auf ein Mal schnalzt dir ein nicht so gut gelaunter Zeitgenosse eine spitze Bemerkung um die Ohren. Die Kollegin schenkt dir einen missachtenden Blick, ein unaufmerksamer Miteinkäufer im Supermarkt drängelt sich an der Kassaschlange vor, die Kassiererin verdreht genervt die Augen, während du nach Kleingeld suchst, der Partner schnauzt dich unnötiger Weise an, der Herr Parkscheriff zeigt kein Verständnis für „Ich war ja eh gleich wieder da“ oder dein Nachbar dir geistig den Mittelfinger indem er sich wegen der lauten Musik von gestern Abend aufregt.
Manchmal reichen uns schon Blicke oder Gesten um unsere Laune ein wenig in Richtung Keller sinken zu lassen. Heute geht es aber nicht darum, warum das so ist und warum es Tage gibt an denen man einfach mehreren solcher Menschen und Situationen begegnet. Sondern darum wie wir damit am besten umgehen können.
Und meiner Ansicht nach ist eine der besten Varianten wie immer LIEBE. Liebe in Form von Mitgefühl und Verständnis.
Dass wir einen schlecht gelaunten Menschen treffen und dass er gerade UNS über den Weg läuft, das mag vielleicht an unserer eigenen Schwingung liegen. Aber DASS er so schlecht gelaunt ist, das hat bestimmt wenig bis nichts mit uns selbst zu tun. Du weißt ja selbst, das Leben kann manchmal schon herausfordernd sein. Nicht alles geht uns leicht von der Hand und du weißt selbst sehr gut wie es sich anfühlt keinen guten Tag zu haben, grantig oder traurig zu sein. Du weißt du selbst wie es ist genervt zu sein und in Schwierigkeiten stecken und deshalb weißt du sicher auch, dass es dann oft nicht so leicht ist sein Lächeln zu bewahren, immer gleich freundlich zu sein und immer gerecht zu sein. Manchmal schaffen wir das einfach nicht. Und genau so geht es vielleicht auch dem Menschen, der dich gerade anschnauzt, der dich gerade angerempelt hat, dich beschimpft hat oder gerade ungerecht war.
Das Missverständnis dem wir unterliegen besteht darin, dass wir dazu tendieren immer alles auf uns selbst zu beziehen. Wir fühlen und schnell angegriffen und beleidigt, verletzt und missverstanden. Dabei kann es einfach nur sein, dass es unser Gegenüber im Moment nicht so leicht hat und damit so umgeht, wie er es eben tut. Es hat nichts mit dir selbst zu tun
Maximal kann dir soetwas zeigen in welcher eigenen Schwingung du dich befindest, dass gerade dir das jetzt passiert.
In solchen Momenten – und ja es ist oft nicht leicht, aber es geht! – zu denken „Ich habe Mitgefühl für dich. Ich weiß, es geht dir gerade einfach nicht gut.“ kann eine Situation nicht nur generell entschärfen und für Harmonie sorgen, sondern es hebt DEINE Laune (weil du dich nicht ärgerst) und die Laune des Gegenübers wird auch geschont und bestenfalls angehoben!
Ich habe heute gerade mit einem Menschen telefoniert, den ich mag. Und er war irgendwie gereizt. Er hat in einem Gespräch in dem es gerade um etwas ganz anderes ging, plötzlich von einer alten Geschichte angefangen und wollte mir ein schlechtes Gewissen einreden. Aber darüber hatten wir gerade gar nicht gesprochen. Also habe ich gefragt: „Hey du, sag mal ich hab das Gefühl, als wäre etwas nicht okay bei dir. Wie fühlst du dich eigentlich?“ Und auf ein Mal brach dieser Mensch heraus mit einigen Problemen, die er hat und mit Sorgen, die ihm zu schaffen machten. Außerdem hatte er gerade einen Streit mit seinem Chef und das alles machte ihn irgendwie gereizt.
Es war nicht einfach, aber anstatt mich gleich angegriffen zu fühlen, habe ich mich einfach für Mitgefühl und Verständnis entschieden und das hat seine Früchte getragen. Mir ging’s gut und meinem Gesprächspartner besser, weil er mal alles rauslassen konnte
Wenn du bewusst bist, im Jetzt bist, dann kannst du in solchen Situationen selbst entscheiden: „Entscheide ich mich dafür in die miese Stimmung einzusteigen oder entscheide ich mich für die Liebe.“ Und ich wette, du wirst dich besser fühlen, wenn du dich für die Liebe entscheidest.
Der einzige Grund dafür warum wir das oft nicht können ist unser Ego, das uns verbietet, dass so mit uns umgegangen wird. Das Ego meint tatsächlich, da könnte uns jemand wirklich angreifen. Aber dem ist nicht so.
Wir sind einfach Menschen. Und wir haben Launen. Und weißt du was? Das macht gar nichts. Das ist eben so in einer Welt der Polarität. Plus und Minus halten nicht nur die Atome zusammen, sondern auch uns selbst