Guten Morgen 08.02.2010 – Du bist nicht schuld!
Guten Morgen!!
Nahezu jeder spricht über sie, aber niemand will sie haben.
Keiner will etwas mit ihr zu tun haben, aber weiterreichen mag man sie dann doch ganz gerne.
Und obwohl sie nur einer von ihnen auf sich genommen hat, trägt sie angeblich jeder Christ auf seinen Schultern.
Die Rede ist von
Schuld!
Anmerkung: Ich sag’s gleich, ich hab den Artikel nicht auf Rechtschreib- und Tippfehler kontrolliert, also bitte – wiedermal – um Verständnis
Wir haben wieder mal einen Wintermontag und weil diese Tage üblicherweise ziemlich kalt und trüb sind, möcht ich mich und dich ein bisschen aufmuntern mit einer guten Neuigkeit und einem Thema, das dir vielleicht – aber wirklich nur vielleicht – schon ein Mal untergekommen ist. Möglicherweise kann ich dazu beitragen, dass es sich ein wenig auflöst. Zu Beginn würde mich interessieren, ob du einen der folgenden Sätze schon ein Mal gehört hast:
- “Du bist Schuld, dass ich zu spät komme!”
- “Es ist aber DEINE Schuld und nicht meine!”
- “Du bist schuld, dass es mir schlecht geht, willst du das etwa?”
- “Nur wegen dir geht unsere Beziehung den Bach runter!”
- “Wegen dir komm ich immer so spät ins Bett!”
- “Ich kann nichts dafür, dass es hier immer so aussieht. Das ist nur deine Schuld.”
- “Du bist Schuld, dass *blablabla beliebigen Text einfügen…*”
Na – vielleicht schon mal in ähnlicher Ausführung gehört? Ich will mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich vermute dass.
Und jetzt die gute Nachricht:
“Du bist nicht schuld.”
In diesem Sinne – Guten Morgen am heutigen Montag!
Ja mit der Schuld ist das so eine Sache. Wir dürfen uns an der eigenen Nase nehmen, denn sicher hat jeder von uns schon ein Mal einem Anderen die Schuld in die Schuhe geschoben. Wenn wir Menschen das Wort “Schuld” benutzen, dann sind wir in fast 90% der Fälle der Überzeugung, sie gehöre jemand anders. Interessant nicht wahr, dass wir so viel über etwas reden, was uns selbst angeblich gar nicht gehört.
Bevor ich dir erkläre, warum du ganz sicher nicht Schuld bist, wollen wir erst ein Mal einige Dinge über Schuld erfahren.
Zu Beginn sei zu sagen, dass wir ein ziemlich verqueres Bild von Schuld haben. Das Wort Schuld ist nämlich ausschließlich negativ belastet und wir nehmen es meist nur dann in den Mund, wenn wir meinen, dass etwas Schlechtes passiert ist und jemand es zu verantworten hat. Schuld ist das *Du-Du-Böse-Wort*, eine ganz gemeine Umschreibung für “Verantwortung” und ein Wort, das wir von jemand anders ganz bestimmt nicht hören wollen. Und nur zu oft ist es der Auslöser für so manche Streitigkeit.
Wenn dir jemand sagt, du seist Schuld, dann hätte er gerne, dass er selbst nicht verantwortlich ist für etwas, das für ihn nicht angenehm ist und weil er meint, es würde sein Leid mindern, sagt er “Du bist’s gewesen!” Und hier liegt er schon einmal ganz grob daneben.
Um zu verstehen, warum niemals jemand anders Schuld sein kann und warum nicht ein Mal DU schuld sein kannst für irgendetwas, dürfen wir ein paar Grundprinzipien verstehen. Auch, wenn das vielleicht im ersten Moment gar nicht so fein klingen mag für dich. Es wird sich bald herausstellen, dass es eine super Sache ist:
Mittlerweile dürfte wohl jeder
das Gesetz der Resonanz
kennen. Eines der beiden wichtigsten Grundprinzipien oder Gesetze, die es hier wo wie sind gibt. Resonanz hat etwas mit Schwingung zu tun. Aus Sicht der Physik spricht von Resonanz, wenn ein schwingungsfähiges System, mit seiner Eigenfrequenz durch Energiezufuhr angeret wird. Am Beispiel einer Stimmgabel erklärt: Zwei Stimmgabeln in einem Raum. Wird EINE Stimmgabel angeschlagen und kurz darauf wieder angehalten, hört man den Ton der Stimmgabel immer noch, weil die ANDERE Stimmgabel durch die Energie der ersten Stimmgabel angeregt wurde. Da die Stimmgabeln die selbe Eigenfrequenz haben, wurde also die zweite Stimmgabel durch die Eigenfrequenz – ausgesandt von der ersten Stimmgabel – angeregt. Im Klartext bedeutet das: Die zweite Stimmgabel konnte also nur einen Ton erzeugen, weil die erste Stimmgabel eine Frequenz ausgesannt hat, die für die erste Stimmgabel “verständlich” war und “verständlich” ist nur die Eigenfrequenz.
Auf dich bezogen bedeutet das: Du wirst nur von Dingen angesprochen, deren Schwingung du selbst in dir trägst.
Im Bezug auf die Dinge, die dir passieren bedeutet das: Du kannst nur Dinge verstehen (bemerken), deren Schwingung du selbst in dir trägst.
Im Bezug auf Schuld bedeutet das: Es passieren dir nur Dinge, die du aufgrund deiner eigenen Schwingung selbst verursacht hast.
Klingt das verständlich? Ich denke schon.
Obwohl das eine wissenschaftliche Erklärung ist für Resonanz und das Gesetz der Resonanz, ist sie eine sehr logische und eine, gegen die wir uns nun ein Mal nicht wehren können. Seitdem wir wissen, dass ALLES in Schwingung ist – dass ALLES schwingt – also auch Gefühle, Gedanken, Emotionen die hinter dem stehen, was wir gerade sagen usw. und Wissenschaftler das auch noch messen können – sollte uns klar sein, dass wir uns gegen die Physik nicht wehren können. Resonanz ist ein Gesetz. Und sie besagt, dass wir nur auf das reagieren können, was wir selbst in Wahrheit schon in uns tragen.
Das zweite wichtige Prinzip ist: Das Gesetz der Anziehung.
Es besagt, dass du genau das anziehst, worin du Energie investierst. Und auch das ist eine rein wissenschaftliche Geschichte: Ganz sicher weißt du, dass Materie aus Atomen besteht und jedes Atom einen Kern hat (mit Protonen und Neutronen) um den die Elektronen kreisen. Diese Elektronen umkreisen den Atomkern auf festgelegten Umlaufbahnen bzw. Energiebahnen und sichern damit die Stabilität des Atoms. Indem man Energie hinzufügt, werden die Elektronen dazu gebracht, sich auf eine “höhere” Umlaufbahn zu begeben. Nimmt man Energie weg, fallen sie auf eine “niedrigere” Umlaufbahn. Wenn Atome ausgerichtet sind und es zu Schwingung kommt, erzeugen sie eine treibende Kraft, eine Art “Anziehungskraft” und zwar dadurch, dass sie alle in die selbe Richtung ziehen. Metalle können beispielsweise – indem die Moleküle entsprechend ausgerichtet werden – magnetisiert werden. Auf diese Weise entstehen positive Pole und negative Pole (+ und -). Das ist eine physikalische Tatsache gegen auch diese wir uns nicht wehren können. Auch wir erzeugen bewirken – indem wir Energie zu etwas hinzufügen – dass alles in eine bestimmte Richtung zieht und damit ziehen wir entsprechende Dinge an.
Was ich recht witzig finde ist, dass manche gerade nach solchen handfesten Erklärungen meinen: “Das ist aber weit hergeholt in diesem Zusammenhang.”
Dabei würde man so etwas nicht sagen, wenn es sich um die Atome einer Lampe handeln würde oder um die Schwerkraft… Die Physik liefert uns Beweise für diese Ur-Prinzipien.
Zusammengefasst fließen diese beiden Prinzipien ineinander:
Wir verstehen und bemerken nur, was in unserer Eigenfrequenz schwingt und diese können wir verändern indem wir Energie (welche auch immer) in etwas investieren. Und gleichzeitig ziehen wir die selben Schwingungen auch noch an. Damit wird eines klar: Wir sollten Energie in das investieren, was wir wollen.
Aber im Bezig auf Schuld bedeutet das: Wir sind selbst verantwortlich für die Dinge, die uns wiederfahren und das Gegenüber – der dem wir die Schuld in die Schuhe schieben wollen – ist nur derjenige, der die Wirkung dieses Gesetzes widerspiegelt. Das macht er nicht absichtlich und wenn er nicht wäre, dann wäre jemand anders da. Weil diese Gesetze wirken sowieso.
Es ist ganz wichtig, dass du das verstehst, denn aus diesem Aspekt heraus betrachtet, wird aus Schuld nämlich Verantwortung und Verantwortung ist eine super Sache. Verantwortung zu übernehmen bedeutet, dass dir klar ist, dass DU selbst die Dinge in der Hand hast, die dir widerfahren und dass auch DU selbst sie ändern kannst.
Es bedeutet aber auch, dass die einzig richtige Antwort auf “Du bist Schuld, dass *blablabla beliebigen Text einfügen*” lautet: “Ich mag hier eine Rolle spielen in der Situation, aber für deine Erfahrung, bin ich nicht verantwortlich.”
Leider wird dein Gegenüber meist nicht erfreut sein über diese Aussage, denn in dem Moment indem er dir gerne die Schuld geben will für etwas, ist es ihm nicht möglich klar zu denken. Niemand ist nämlich gerne für etwas verantwortlich, was nicht schön ist. Und auch das hat einen Grund und der heißt in Wahrheit “Angst”. Angst davor etwas falsch gemacht zu haben und deshalb selbst fehlerhaft zu sein, nicht richtig zu sein und in letzter Konsequenz “Nicht geliebt zu werden.” Das ist so, weil wir bestraft wurden, wenn wir einen “Fehler” gemacht haben (eigentlich: wenn wir etwas gemacht haben, was jemand anders nicht gepasst hat) und gelobt wurden, wenn wir etwas “richtig” gemacht haben (eigentlich: etwas gemacht haben, was jemand anders gefallen hat).
Aber wir dürfen uns nicht von dem bewerten lassen, was jemand ANDERS als falsch oder richtig definiert!
Denn da wären wir wieder bei bekannter Problematik: Jeder sieht die Dinge so, wie er sie sehen will und wenn einer findet du habest etwas richtig gemacht und ein anderer findet, du habest etwas falsch gemacht – was ist dann wahr? Sollst du dich jetzt gut oder schlecht fühlen? Oder sollst du den “Durchschnitt” fühlen? Bitte verzeih, wenn ich so direkt werde, aber das ist Quatsch
Für dich von Bedeutung – wenn dir jemand sagt du seist Schuld – ist, dass obwohl du nicht die Verantwortung tragen kannst dafür, dass dies oder jenes gerade jemand anders passiert, auch diese Situation in Resonanz zu dir ist. Auch sie birgt ein Geschenk für dich. Nämlich die Chance zu sehen, in welcher Resonanz du dich gerade befindest.
Und auch für dein Gegenüber wäre diese Situation eine Chance. Er könnte erkennen, welche Erfahrungen er sich gerade anzieht und entscheiden, ob er das mag.
Wenn du demjenigen also einen Gefallen tun willst, weil du ihn vielleicht gern hast, dann kannst du ihm die Sache erklären. Die Sache mit der Resonanz und der Anziehung. Du kannst diesen Menschen in den Arm nehmen und ihm sagen: “Es tut mit Leid, dass dir nicht gefällt was gerade passiert.” oder “Es tut mir Leid, dass du das gerade erleben musst, das ist bestimmt nicht angenehm. Ich kann das verstehen.” Und mit ihm im Anschluss – ein wenig später vielleicht – darüber reden warum das passiert ist, was eben passiert ist.
Dieser Artikel reicht in Wahrheit nicht aus um all das zu beschreiben und es gibt unzählige praktische Beispiele dafür, wie wir mit Schuld, Verantwortung, Resonanz und Anziehung besser umgehen können. Aber dafür ist hier einfach nicht der Platz, da müsste ich stundenlang schreiben (noch mehr Stunden
).
Aber ich hoffe ich konnte dir im Ansatz vermitteln, warum du niemals Schuld annehmen musst, wenn sie dir jemand anders in die Schuhe schieben will und du aber trotzdem mit Verständnis darauf reagieren kannst, wenn es jemand tut. Denn eigentlich kommt dieser Mensch einfach gerade nicht mit dem Zurecht, was ihm widerfahren ist. Und das ist ja verständlich. Wer erlebt schon gern unangenehme Dinge.
Es ist nicht seine Absicht, dir damit weh zu tun. Er weiß im innersten nur, dass er es selbst verursacht hat und das tut ihm einfach zu weh. Anstatt den Ball zurückzuspielen könntest du mit Mitgefühl und Verständnis reagieren und ihm Gelegenheit erzählen, wie das mit der Resonanz und der Anziehung eigentlich so ist. Und wenn du selbst ganz klar bist, dann wirst du auch für dich selbst, die Bedeutung dessen erkennen, was diese Situation gerade für dich bedeutet.
Wenn du ein Mal erlebt hast wie es ist anstatt: “Du bist doch selbst Schuld, jetzt schreib das nicht mir zu!” zu sagen: “Ich kann dich verstehen, das ist jetzt gerade nicht angenehm für dich.” und später vernünftig über die Situation zu reden, dann wirst du merken, was Mitgefühl, Verständnis und Liebe wirklich bedeuten. Und du wirst dabei auch noch fühlen wie es ist selbst Verantwortung zu übernehmen. Vergiss nicht: Druck erzeugt Gegendruck und damit haben sich Situationen in den seltensten Fällen verbessert.