Licht und Schatten machen uns ganz
Guten Abend!
Ja es ist immer noch der 17te Februar und ich möchte gerne ein paar wichtige Dinge mit dir teilen. Nachdem ich mit den Teilnehmern vieler meiner Kurse intensiv am Thema Polarität arbeite, möchte ich auch dich gerne – zumindest an einem Ausschnitt davon – teilhaben lassen.
Es ist mir deshalb ein Anliegen, weil der Trend in Richtung Wellness, Esoterik, absichtliche Harmonie kaum zu übersehen ist und im Grunde zeichnet sich damit auch die wunderbare Tendenz ab, dass Menschen beginnen möchten ganz bewusst eine harmoniesche, gesunde und glücklichere Richtung anzusteuern. Natürlich kann es nur von Vorteil für jeden Menschen sein, wenn er in Harmonie ist, glücklich ist und den Weg geht, den er ganz bewusst und gewollt selbst gewählt hat.
Aber bei all der Suche nach Harmonie und Wohlbedinden, werden leider Aspekte vernächlässigt, die wichtig sind und verstanden werden wollen, damit der Weg auch so glücklich eingeschlagen werden kann, wie es vorgesehen ist. Die anfängliche Begeisterung über viele Bücher, Motivationsseminare und Kurse lässt nämlich schnell nach, wenn eines klar wird:
“Ich schaff es aber nicht immer alles positiv zu sehen.”
“Ich bekomm’s einfach nicht hin, immer in meiner Mitte zu sein, immer in Harmonie zu sein, immer in Liebe mit den Dingen umzugehen. Genau das ist ja mein Problem!” Weißt du, das Problem ist, dass hier einfach etwas missverstanden wird. Es wird etwas als Problem identifiziert, was keines sein muss und genau DAS ist das eigentliche Problem. Wir haben ein Problem mit einem Problem und dann wird alles noch viel schwieriger und undurchsichtiger.
Viele dieser Schwierigkeiten entstehen, weil wir nicht mit Polarität umgehen können. Vor lauter Affirmationen und Motivationen zum “besseren Leben” vergessen wir, dass wir immer noch in einer polaren Welt leben in der Licht und Schatten gemeinsam das große Ganze ergeben. Kein Atom könnte bestehen, gäbe es nicht Plus und Minus. Es gäbe keinen Schatten, wenn es nicht auch Licht gäbe und wenn es nicht “das Böse” gäbe, könnten wir “das Gute” gar nicht erkennen. Und so ist es auch mit uns. Nicht nur unser Körper besteht aus Plus und Minus – wie jedes Atom – sondern auch nichtmaterielle Dinge wie unsere Gedanken und Gefühle können erst da sein, weil sie aus Plus und Minus entstehen und bestehen. Dass es also zwei gegensätzliche (die Wertung fügen übrigens erst wie selbst hinzu
) Aspekte in allem gibt ist nicht die Erklärung für vieles was passiert, sondern – und vor allem – die Basis. Es ist essentiell!
Mit einem einfachen Beispiel veranschaulicht: Ein Mensch beschäftigt sich mit Energiearbeit, mit Mentaltraining usw. und sammelt erste Erfahrungen. Er lernt und ist eifrig, probiert aus und übt sich in einer positiven Betrachtungsweise. Ein paar Wochen klappt alles wunderbar und dann passiert etwas. Irgendetwas, das er als “schlimm” oder “unangenehm” bezeichnen würde. Er findet sich in einem emotionalen Loch wieder, ist traurig oder verletzt wegen etwas und denkt sich: “Das gibts ja nicht! Jetzt hab ich so viel gelernt und weiß so viel, alles hat geklappt und kaum passiert wieder etwas, kann ich nicht damit umgehen.” Er zermartert sich seinen Kopf und seine Gedanken kreisen. Das Problem ist nicht, dass er sich gerade im Moment in einer vielleicht ausweglosen Situation sieht. Denn weißt du, “schlimme” Dinge passieren eben. Natürlich nicht ohne Grund und Sinn, aber sie passieren. Das wirkliche Problem ist, dass er nicht damit umgehen kann, dass es auch mal “schlechte” Tage, “traurige” Momente gibt. Er kann nicht annehmen was passiert.
Es ist leicht und einfach schöne Dinge anzunehmen und sie zu lieben. Aber es ist nicht einfach unschöne Dinge anzunehmen und zu lieben. Aber in Wahrheit ist eben alles nur Energie und auch die unerliegt der Polarität.
Angst beispielsweise verliert seine Macht, wenn sie einfach da sein kann, weil sie gerade da ist. Sie verliert an Macht über dich, sobald du sie annimmst und nicht k(r)ampfhaft versuchst sie irgendwie loszuwerden. Der Trick darin etwas loszuwerden besteht nicht darin gegen es anzukämpfen. Sondern darin einfach etwas anderes hereinzulassen! Du darfst FÜR etwas anderes sein, anstatt gegen das zu sein, was weg soll. Aber das ist eine andere Geschichte.
Was du begreifen darfst ist:
Licht und Schatten machen dich GANZ!
Es ist okay einen schlechten Tag zu haben! Und wenn er da ist, dann nimm ihn einfach an und habe keine Angst davor. Wenn du traurig bist, dann sei traurig und nimm diese Traurigkeit an. Denn dann verliert sie die Macht über dich. Und dann wirst du feststellen, dass es nicht so schlimm ist Traurigkeit zu empfinden, denn es darf sein. Es darf einfach sein. So wie Freude da sein darf. Du würdest die Freude nicht erkennen, wenn du nicht auch die Traurigkeit kennen würdest und deshalb freue dich über die Traurigkeit. Denn sie ist es, die dir zeigt was Freude ist, wenn sie wiederkommt!
Ich persönlich wünsche mir – und das nicht für mich und diese Seite, sondern für Menschen, denen es helfen kann – dass das hier gelesen wird. Denn es ist einfach wichtig. Es ist wichtig, dass die Menschen lernen Licht und Schatten als das anzunehmen was es ist. Ein und das Selbe.
Wenn ein Kind unglaublich viel Energie hat, dann heißt das Potenzial: ENERGIE! Und dieses Kind kann diese Energie einsetzen um etwas zu zerstören. Aber es kann die Energie auch einsetzen um etwas aufzubauen. Das Grundpotenzial ist aber immer das Selbe. Das Eine ist das Andere und erst wenn wir beginnen das zu akzeptieren, werden wir mit allen Herausforderungen umgehen können, die auf uns zukommen. Und wir werden das Beste daraus lernen.
JoyJoy!
Dein Artikel kam für mich damals wie ein Strohhalm im Wasser. Manchmal fällt es schwer, äußere Unannehmlichkeiten anzunehmen. besonders damit verbundene Lügen; fehlt dann noch die esoterische Lieblingsfrage : ‘was hat das ganze mit dir zu tun ?’, ‘inwieweit inszenierst du’s selbst ?’
Es ist beschämend, wenn sich andere in Lügen werfen, um gegen ‘mich’ zu argumentieren (s. Bach: es ist ein Beweis für den Wert, dass Kräfte auf den Plan treten…).
Deine Worte: ”Geschehnisse sprechen keine Wertigkeit aus !” trage ich seither im Herzen.
Wenn ich’s richtig verstanden habe, meint es diese Bewusst-Seins-Pause** zwischen Vergangenem, von dem man sich wissend+akzeptierend abwenden muss – hin zur neuen Vision,
deren Inhalt einzigartig aus innerstem Wissen GEGEN alles Kollektive gespeist werden will.
Das fordert kalte Willensstärke in der Hinwendung zu sich selbst; nicht jede/r hat es trotz Autargheit/Frauenwochen/Emanzipation gelernt. Ich ‘prüfe’ es täglich, denn es macht auch ein bisschen Angst, so schattenhaft zu werden wie … Bei Schattengefühl weiß ich mich in alten oder fremden Gefühlen verklebt, die gerne mit ‘Zeit fressen’ beschäftigen – es sei denn, man lächelt; es fühlt sich glücklich , bezaubernd und nährend an, ja und nein zu sagen (dns-arbeit).
**den Hindus zufolge markiert das Jahr 2012 „… die Pause zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen von Brahma – wenn die Zeit einen Moment still steht und außergewöhnliche Dinge geschehen…“ – probiert es einmal