Guten Morgen 01.02.2010 – Wahre Harmonie erlangen
Und schon wieder:
Ein herzliches Guten Morgen! und Aloha
Ich wünsche allen, dass sie ein wunderschönes Wochenende hatten und sich entspannt in den Montag begeben können. Ich für meinen Teil durfte meine Zeit weitgehend mit Arbeiten verbringen, was aber nun keine Runde Mitleid erfordert – war ja freiwillig
Heute geht’s um Ausgewogenheit, Ausgleich und Harmonie. Zum Start in die Woche – für die meisten das was wir “Arbeitswoche” nennen – ist es mir ein Anliegen darüber zu schreiben wie wir es am besten hinbekommen so eine Arbeitswoche weitgehend entspannt, ausgeglichen und zufrieden zu erleben. Und das trotz aller Arbeit, trotz Terminen und trotz dem, was wir sonst noch alles zu erledigen haben.
“Geh in Harmonie mit dem was ist.”
Wenn ich von Ausgeglichenheit spreche und von Harmonie, dann spreche ich in diesem Zusammenhang nicht vom Modewort “Work-Life-Balance”. Sondern es geht eher darum, zu jeder Zeit in die bewusste Harmonie mit dem zu treten, was du gerade tust. Dass du in Resonanz zu dem bist, was du gerade tust, das ist unumstritten, denn sonst würdest du es nicht tun. Aber zwischen Resonanz und wahrer, sich angenehm anfühlender Harmonie ist noch ein Unterschied. Sicher, deine Lebensumstände und du, ja alle Menschen, die du triffst und du selbst – ihr schwingt ähnlich bzw. bestimmte Aspekte schwingen ähnlich. Deshalb zieht ihr euch an. Aber ob dir das gefällt, das ist eine ganz andere Geschichte.
Wenn dir nämlich – vielleicht gerade jetzt was die Arbeit betrifft – etwas nicht gefällt, du es also in Wahrheit ablehnst - dann zeigt das ganz stark, dass du die vorherrschende Resonanz (die aber eben da ist) nicht annehmen, nicht akzeptieren kannst. Das Problem daran: Das bringt leider gar nichts und bewirkt auch nichts Gutes. Nur, dass es dich ärgert.
Jetzt überlege ich gerade, ob ich weiter ausholen will oder ob das dann zu weit führt…. Hm. Also gut, wir werden einen Mittelweg finden.
Wie viele bereits wissen werden, ist das Gesetz der Resonanz nicht nur als jenes auf physischer Ebene wirksam. Die Physik kennt dieses Prinzip schon etliche Jahre und es ist unumstritten, dass Energie in ähnlicher Schwingung miteinander kommuniziert und sich tatsächlich auch anzieht. Nehmen wir beispielsweise eine Stimmgabel. Sie reagiert auf die Frequenz eines ganz bestimmten Tons und zwar nur auf diese Frequenz. Der Ton erklingt und die Stimmgabel beginnt mitzuschwingen – wie von selbst. Auch unsere Gefühle, Gedanken und auch Farben haben jeweils eine bestimmte, sich verändernde Frequenz. In Wahrheit schwingt überhaupt ALLES und das eben in einer bestimmten Frequenz. Aspekte, die miteinander kommunizieren (ob gut oder schlecht, ob angenehm oder ob wir das als unangenehm empfinden) schwingen also gleich. Die eine Person mit der anderen (bzw. bestimmte Aspekte der Personen), ein Ton mit einer Stimmgabel, ein Gedanke mit einer Tat usw. Tatsache ist, zwei oder mehrere Aspekte korrespondieren miteinander. Wäre keine Schwingungsgleichheit vorhanden, würden beide Aspekte einander nie begegnen.
Der Grund warum ich so aushole und was ich damit verdeutlichen will ist: Was dir begegnet, was du tust, wen du triffst, wo du arbeitest, lebst usw. all das hat mit dir zu tun. Und zwar ganz speziell mit dir. Das bedeutet, dass deine Schwingung dafür verantwortlich ist – sprich du dafür verantwortlich bist – dass dir begegnet, was dir eben so begegnet.
Wenn du jetzt Harmonie anstrebst, Ausgeglichenheit und Entspannung und dies aber im Moment nicht der Fall ist, dann ist es an dir, hier etwas zu tun. Nun Wissen wir, dass wir an Systemen erst etwas verändern können, wenn wir in sie eintauchen. Eintauchen und verstehen bedeutet, die Dinge erst ein Mal anzunehmen. Der Punkt ist der: Erst wenn du in bewusster Resonanz bist – also nicht nur in der Resonaz in der du sowieso schon bist, weil dir eben diese oder jene Dinge wiederfahren – sondern bewusst in diese Resonanz eintrittst, kannst du sie auch verändern. Annehmen ist hier der erste Schritt.
Der umgekehrte Fall – nämlich das Nicht-Annehmen – bewirkt nur, dass du nicht wahrhaben willst, dass du in einer bestimmten Resonanz bist und dieser Widerstand macht dich unfähig in Harmonie zu sein. Ausgeglichenheit bedeutet jetzt nicht nur, dass du “hinnimmst” was gerade ist. Aber indem du annimmst was gerade ist und einverstanden bist, gehst du bewusst in den Zustand hinein. Und von innen heraus kannst du ihn verändern.
Eine Zen-Meisterin hat ein Mal zu mir gesagt: “Wenn du einen Apfel isst, dann beiße in den Apfel hinein und genieße den einen Bissen. Denk nicht schon an den Nächsten oder daran, was du danach tun wirst. Wenn du wütend bist, dann sei wütend und denke nicht daran, was du mit dieser Wut anfangen wirst. Wenn du liebst, dann liebe einfach und interessiere dich nicht dafür, wohin das führen wird.”
Und ich möchte diese sehr weise Aussage erweitern: Denn wenn du das tust, wirst du EINS mit dem was gerade ist. Du wirst in Harmonie sein mit dem was gerade ist, ganz gleich was es ist und was du gerade tust. Wenn du in der Harmonie bist mit dem was gerade ist und was du gerade tust, dann wird es ganz gleich sein ob du gerade isst, liebst oder wütend bist. Denn du bist in Harmonie mit dem was gerade ist. Aus dieser Harmonie heraus entsteht Zufriedenheit und aus Zufriedenheit wird Entspannung und aus dem Spannung abbauen wird natürliches Fließen und aus natürlichem Fließen heraus wird sich dein Leben so gestalten, wie es gut und richtig für dich ist.
Wenn du schon ein Mal gesehen hast, wie der Bewohner einer buddhistischen Gemeinschaft im Garten sitzt und Unkraut zupft, wenn du gesehen hast wie ein solcher Mensch den Boden fegt, dann wirst du vielleicht gemerkt haben, dass dieser Mensch in diesem Moment nur eines tut, nämlich genau das was er eben tut. Er ist in vollkommenem Einklang mit dem was er tut. Deshalb macht er seine Arbeit genau, konzentriert, bedacht und gut. Sie ist für ihn nicht anstrengend, sie ist nicht unangenehm, denn er ist in bewusst gewählter Resonanz. Deshalb ist er so glücklich.
In unserer Welt ist es sehr üblich geworden die Meinung zu vertreten, es wäre ein Zeichen von Stärke den Mut zu haben “gegen” etwas zu sein. Es ist verständlich, werden wir doch mehr und mehr sanktioniert in unserem Sein und Tun. Fast niemand hat mehr das Gefühl wirklich frei zu sein und selbst entscheiden zu dürfen. Allerlei Gesetze sagen uns was zu tun und zu lassen ist, der Knigge erhebt den Anspruch darauf 100%ig zu Wissen, was sich gehört und was nicht und immer strenger werdende Vorschriften in Firmen wollen uns zu anderen Menschen machen als die, die wir sind. Kleidervorschriften, Verhaltenskodexe usw. Alles im Namen der Ordnung und des Systems. Aber wessen Systems? Ja, in unserem Glauben ist es das System von jemand anderes. Aber in Wahrheit sind all diese Sanktionen die Konsequens unseres gemeinschaftlichen Handelns und Seins. Jeder einzelne trägt dazu bei. Aus mangelnder Eigenverantwortung heraus sagen wir aber: “Dafür kann ich nichts, das waren die anderen.” Und deshalb erscheint es uns auch als geschickt, sich gegen immer mehr Dinge zu wehren.
Vor 100 Jahren noch wäre es wenig gescheit gewesen sich gegen den Chef aufzulehnen. Das hätte unangenehme Konsequenzen nach sich gezogen. Demos waren schneller beendet als sie angefangen haben und auch bei den Strafen für Gesetzesübertretungen wurden auch in unserem Land noch ganz andere Methoden angewandt. In Wahrheit scheint es also eher so als wäre alles viel “lockerer” geworden. Wir haben mehr Spielraum um uns Gedanken zu machen darüber, was fair und was unfair ist, was recht und was unrecht ist. Und mit der Lockerheit steigt unserer scheinbarer Mut dafür bewusst “gegen” etwas zu sein. Aber genau das ist meines Erachtens die ungeschicktere Entscheidung. Anstatt gegen etwas zu sein und somit nicht im Fluss, könnten wir uns entscheiden FÜR etwas zu sein und im Fluss mit etwas. Das heißt nicht, dass wir nun immer ja und Amen sagen sollen. Aber es heißt, dass wir akzeptieren sollten, dass das was gerade ist, deshalb so ist, weil wir in Resonanz damit sind. Und AUS dieser bewusst gewählten Resonanz (die auch würden wir das nicht einsehen wollen ohnehin da ist) heraus, können wir schließlich etwas verändern.
Wir Menschen konzentrieren uns in diesen Zeiten viel zu viel darauf unbedingt “glücklich” zu sein. Glück ist wunderbar! Keine Frage und ich gönne es uns allen. Aber wir sollten erst beginnen zu lernen in Harmonie zu sein. Mit “glücklich” verbinden wir nämlich “frei sein” und mit “frei sein” verbindnen wir leider “keine Verantwortung zu tragen” und “immer tun und lassen zu können, was uns gerade beliebt”. In einer perfekten Welt, in einer absolut harmonischen Welt und wenn du ausschließlich in deiner Mitte ruhst, nur liebende Gedanken hegst, stets im Licht bist, ausschließlich liebevoll mit deinem Umfeld umgehst, nur Liebe und keine Aggression aufbringst… ja in dieser Welt mag es möglich sein, nur das zu tun was zu willst. Aber in dieser Welt lebst du NOCH nicht, denn das würdest du spüren. Du wärst nur noch happy und das die ganze Zeit und auch dein gesamtes Umfeld. Aber noch bist du hier und lebst in der Polarität wo es Licht und Schatten, Liebe und Angst, gut und böse, Ego und Selbstliebe gibt. Und das dürfen wir alle annehmen und akzeptieren um mit dieser Polarität in Einklang zu sein. Denn solange wir uns dagegen wehren das zu verstehen, anzunehmen und zu lieben, werden wir Druck erzeugen, Spannung und entschiedene Disharmonie.
Wenn du also in Harmonie sein willst, in deiner Mitte ruhen willst und zufrieden sein willst, dann sei einfach im Jetzt, konzentriere dich auf den aktuellen Augenblick und entscheide dich ganz bewusst für das, was du ohne hin tust. Deine Akten sortieren, deinen Bericht schreiben, dein Konzept vervollständigen, mit dem Kunden telefonieren… Du tust es ja sowieso. Also warum nicht MIT deinem selbst entschiedenen Einverständnis? Dieses würde die Dinge nämlich erheblich einfacher machen und dich im Endeffekt sogar zufriedenstellen.
Vielen Dank für das Lesen dieses langen Beitrages.
Alles Gute und viel Spaß in deiner Harmonie!
JoyJoy!